Unser Leseförderkonzept

Wer liest, kann sich Informationen beschaffen, kann sich Fremdes vorstellbar machen, kann Probleme und Konflikte erkennen und sie vor allem auch zusammen mit den Helden der Bücher erleben, ohne sich dabei selber in wirkliche Gefahr zu begeben.
Bücher und elektronische Medien vermitteln Informationen, Erlebnisse und Erfahrungen – aber nur denjenigen, die lesen können, für die Lesen zur Gewohnheit geworden ist und deren Neugierde auf Texte bereits entwickelt ist.
Genau hier hat schulische Leseförderung eine wichtige Aufgabe: Sie zeigt den Kindern attraktive Lesestoffe, sie erleichtert den anfänglichen mühsamen Weg zur Schrift und sie ermutigt zum eigenständigen Lesen.
LESEN stellt somit eine wichtige Grundvoraussetzung für das Lernen und für eine ausgeprägte Medienkompetenz dar.

Es ist uns daher ein Anliegen neben der Kompetenzvermittlung Leselust zu vermitteln bzw. zu verstärken, indem wir diese leben und gemäß der Lebenswelt der Kinder attraktiv gestalten. Uns, genau wie die Eltern, schließen wir dabei als Vorbilder mit ein.
Durch ein umfassendes Angebot an attraktiven Büchern in unserer Schulbücherei und zahlreiche Ideen, mit denen die Zugänge zum Lesen abwechslungsreich, spielerisch und hilfreich gestaltet werden können, leben wir Lesekultur.

Schmökern in der Schulbücherei

So gehen wir vor


1. Lehrer, Schüler untereinander und gute Materialien unterstützen den Leselernprozess.
2. Lesestrategien werden bewusst trainiert / es wird ein systematisches Lesetraining durchgeführt
- vor dem Lesen
- während des Lesens
- nach dem Lesen

3. Wir fördern das Sinn erfassende Lesen, das Textverstehen.
4. Wir entwickeln und fördern die Fähigkeit der Schüler, Kontrollstrategien anzuwenden.
5. Selbstreflexion im Leselernprozess
6. Leseinteressen finden und im Unterricht berücksichtigen
7. Aktionen, Projekte zur Leseförderung, Kooperationen
8. Erfassen der Lesekompetenzen der Schüler / Dokumentation von Lernfortschritten
9. Individuelle Leseförderpläne

Umsetzung


Vorlesetag: In regelmäßigen Anständen lesen alle Lehrer in einer bestimmten Stunde je ein Buch vor – die Bücher werden vorher ausgestellt, Schüler suchen aus und bekommen eine Eintrittskarte

Lesepass: Im Klassenraum werden Bücher ausgelegt - Schüler bekommen einen Pass – für jeden laut vorgelesenen Text ein Eintrag

Fresch -Silbenmethode: Lesegeschichten nach Fresch werden zum Aufbau des flüssigen Lesens genutzt – z. B. ABC – Zirkus der Tiere

Syllabo: Nutzung des Leserechtschreibprogramms Syllabo

Lesememory: Bild und Text zuordnen

Lesedominos: Zusammengehörige Bilder und Texte aneinanderlegen

Leselandkarten: Bestimmte Wege werden durch richtiges Lesen von Anweisungen gefunden

Tag des Buches: Ältere Schüler oder Prominente lesen vor

Schülerbücherei: Regelmäßige Ausleihtermine

Autorenlesung: Autoren stellen ihre Werke vor und beantworten Fragen

Antolin Leseförderung: Interaktives Lesen – Schüler lesen Bücher und beantworten fragen dazu im Internet

Lesefleiß: Schüler lesen täglich zu Hause – Eltern bestätigen dies durch Unterschrift im Pass

Lesewettbewerbe: Schulinterner Lesewettbewerb – die besten Leser beteiligen sich am Samtgemeindewettbewerb

Lega - Kids: Nutzung vorbereiteter Übungen der Stiftung Lesen aus der Lega – Kids - Box

Büchertausch: Schüler bringen ein nicht mehr benötigtes Buch von zu Hause mit - tauschen

Klassenhitparade: Jede Klasse führt eine Liste der beliebtesten Bücher und hängt diese aus

Büchertische: Jede Klasse organisiert einmal monatlich einen Büchertisch – Kinder können sich informieren und schmökern

Lesekonferenz: Fragen zum text stellen – Zusammenfassung formulieren – Worterklärungen – Geschichte beenden -> Gruppenarbeit

Satzrollen lesen: Gefäß mit Satzrollen – Sätze beinhalten Handlungsanweisungen – Schüler ziehen Rolle und führen diese aus

Bücher erstellen: Schüler erstellen eigene kleine Bücher und stellen sie aus

Lesepaten: Schüler höherer Klassenstufen lesen Leseanfängern vor oder üben das Lesen

Schulz: Zeitung in der Schule – lesen und Auswerten von Artikeln aus der Zeitung

Lesepfad: Leseständer verteilt auf dem Schulgelände laden zum Lesen ein – Schüler stellen Arbeiten aus

Lesetagebücher: Schüler lesen gemeinsam eine Lektüre – Interessantes dazu, Aktionen werden erstellt

Lesenachmittag / Lesenacht: Gemeinsames Lesen in gemütlicher Runde

Bücherkisten: Kisten mit Büchern zu bestimmten Themengebieten werden aufgestellt und genutzt, um Themen zu erarbeiten

Lesekarussel: Tischset mit Aufgaben zu Texten – wird gedreht – Aufgaben wechseln

Leserallye / Schnitzeljagd: Schüler suchen kleine Lesetexte mit weiterführenden Aufgaben

Büchereirallye: Schüler suchen Bücher nach bestimmten Fragestellungen

Regelmäßige Vorlesetage

Vorlesetag mit Bernd Upadek vom Theater Wolfsburg

Vorlesetag mit Holger Ballwanz vom VfL Wolfsburg

Antolin – Leseförderung

„Antolin“ ist ein Portal zur interaktiven Leseförderung. Es nutzt das Interesse der Kinder am Computer, um sie zum Lesen zu motivieren. Diese Form der Leseförderung schafft eine integrative Lernumgebung, nämlich Buch und Internet und fördert die Kinder auf ihrem Weg zum eigenständigen Lesen. Mit Hilfe der Fragen zum Buch wird das sinnentnehmende Lesen gefördert, die Schüler setzen sich mit den Inhalten der gelesenen Werke auseinander und sie haben Zugriff auf eine qualifizierte Zusammenstellung hochwertiger Kinderliteratur.
Doch Lesen ist mehr als inhaltliches Verständnis, denn die Lesefertigkeit ist mit vielen intellektuellen Fertigkeiten unmittelbar verbunden: Vorstellungsvermögen, Fantasie, Sprach- und Ausdrucksweise wird in ihrer Entwicklung beeinflusst und die Schüler gewinnen die Erfahrung, dass das Lesen bereichernd, spannend und entspannend sein kann.

Arbeit mit unserer Leseauswahl

Urkunden für „Antolin“ Leseförderung

Die Grundschule Parsau nimmt mit verschiedenen Aktionen an der interaktiven Leseförderung mit „ANTOLIN“ teil. Antolin verbindet Buch und Internet: Die Schüler lesen ein Buch und beantworten dann interaktive Quizfragen zum Inhalt. In der Schulbücherei haben Lehrerinnen und Pädagogische Mitarbeiter alle Bücher mit einem Antolin-Aufkleber gekennzeichnet, die im Antolinportal zu finden sind. Es können gezielt Bücher ausgeliehen werden, zu denen im Internet unter Antolin Fragen beantwortet werden können. Auf diese Weise wird das sinnentnehmende Lesen gefördert und die Schüler motiviert, sich mit dem Inhalt des Gelesenen auseinanderzusetzen. Fantasie, Sprach- und Ausdrucksweise werden gefördert und die Schüler erfahren, wie bereichernd und (ent-)spannend das Lesen sein kann.
Es gibt in der Grundschule Parsau eine „Antolin – AG“, die „Lesefleiß – Aktion“ und auch „Antolin-Pausen“, in der alle Schüler Antolin mit ihrem persönlichen Passwort nutzen können. In den beiden dritten Klassen wird das Lesebuch in die Antolin-Aktion einbezogen, denn auch damit kann interaktiv gearbeitet werden.

Lesepfad auf dem Schulhof

Leseständer auf dem Schulgelände informieren über Umweltprojekte und –angebote und regen zum Lesen und Diskutieren an.

LÜK - Leseförderung


Leseförderung mit LÜK Lesetraining

Autorenlesungen – Originalbegegnung mit den Autoren

Die Begegnung mit einer Schriftstellerin, die Auskunft geben kann über ihren Alltag, ihre Erfahrungen in diesem Beruf und über das Schreiben von Büchern ist für die Schüler nicht nur interessant, es motiviert auch, Geschichten und Bücher zu lesen. Die Autoren machen immer wieder deutlich, dass nicht nur Talent zum Schreiben gehört, sondern das es auch ganz viel mit Übung und dem Lesen zu tun hat.

Regelmäßige Autorenlesungen in allen Jahrgängen

Bücherkisten/ Themenkisten in allen Klassen


Bücherkisten mit Sachbüchern zu Themen des Sachunterrichts

Werkstätten zu Themenbereichen des Deutschunterrichts

Beispiel:
Märchen stehen im Mittelpunkt des jahrgangsübergreifenden Projekts in den Klassen 3 und 4.
Die Schüler erarbeiten zielgerichtet, selbständig und mit unterschiedlichen Methoden zu Angeboten in den Fächern Deutsch, Mathematik, Kunst, Musik zum Thema Märchen. Sie recherchieren, lesen, konstruieren Märchenschlösser, lösen Knobelaufgaben aus dem Märchenland und stellen Szenen aus Märchen nach. Sie wandeln Märchen in Gedichte um und es entstehen kreative Haikus, Märchenelfchen und Märchenpyramiden. Schülergruppen lösen Höraufgaben, Märchenpuzzle, erstellen Räuberlisten und bauen Figuren aus Märchen nach. Es werden Märchenraps eingeübt, Konzentrationsaufgaben zu Märchen gelöst und im interaktiven Leseförderprogramm Antolin Fragen zu den Märchen beantwortet. Bücherkisten mit Märchenbüchern stehen bereit und die Schüler können aus den vielen Angeboten das aussuchen, was sie interessiert und woran sie weiterarbeiten wollen. In Gruppen von je vier Schülern werden Märchen und dessen Merkmale auf einem Plakat dargestellt und zum Abschluss am Montag in einem Vortrag präsentiert, sodass alle Schüler am Ende über einen großen Schatz von Märchen verfügen.

Märchenland – Werkstatt – Die Schüler bearbeiten Märchen in Rätseln, als Höraufgabe, am Computer, als Umsetzung auf einem Plakat, als Präsentation, in Gedichten, erfinden Märchen, setzen sie szenisch um,…

Zeitungsprojekt „Schulz“ – Schule und Zeitung

Während der sechs Projektwochen SCHULZ (Schule und Zeitung) gehörten intensives Zeitungslesen, ein gegenseitiger Austausch über Interessantes und Neues sowie die Wirkung von Schlagzeilen, den Aufbau der Zeitung, die Entstehung einer Ausgabe, den Aufbau und die Inhalte einzelner Berichte und noch vieles mehr zum festen Bestandteil eines jeden Tages. Ihre Ergebnisse hielten die Schüler in einem eigenen Zeitungsheft fest, recherchierten selbständig und schrieben erste eigene Artikel.
Als kleine SCHULZ-Reporter, als welche sie sich durch einen eigenen Reporterausweis vorstellen konnten, bewegten sie sich durch Themen aus ihrem Umfeld sowie aus der ganzen Welt. Besonders stolz präsentierten sie der Redakteurin spezielle Gruppenarbeiten, die sie zusätzlich angefertigt hatten und zu denen sie als Experten Rede und Antwort stehen konnten. Im Gespräch mit der Redakteurin entstanden die Frage des Tages für den Gifhorner Rundschau, es wurde sich ausgetauscht über die besten Starinterviews und bewiesen, dass die Schüler durch ihr tägliches intensives Lesens bestens informiert sind.

Besuch der Stadtbibliothek in Wolfsburg – Leseratten unterwegs

230.000 verschiedene Bände, 10.00 Bücher in der Kinder- und Jugendbibliothek, 14.000 Cds oder 500 Spiele waren nur einige Zahlen, die die Viertklässler der Grundschule Parsau bei ihrem Besuch der Stadtbibliothek staunen ließen.
Bei einer informativen und anschaulichen Führung durch die verschiedenen Bereiche der Bibliothek Wolfsburg erhielten die Klassen 4a und 4b erste Einblicke in die Katalogisierung und Ordnung der verschiedenen Medien, in Ausleihmodalitäten, Leih- und Mahngebühren. Dabei konnten sie all ihre Fragen loswerden und staunten über die verschiedensten Themen. So fanden sich in der Erwachsenenbibliothek z.B. Bücher zum Thema Politik, zu Reisen oder gar Exemplare in anderen Sprachen.
Den krönenden Abschluss bildete das ausgiebige Schmökern in der Kinderbibliothek. Mit viel Eifer und Freude streiften die Kinder durch die Regale und entdeckten dabei so manches, interessantes Buch. Schnell wurde ein Lager in den gemütlichen Leseecken aufgeschlagen, gelesen, gelacht und gestaunt. Als der Besuch dann schließlich zu Ende ging, hörte man so manches: „Oh nein! Es ist gerade so spannend!“ Wie gut, dass alle eine Karte zur Beantragung eines eigenen Büchereiausweises erhielten, mit dem sie sich bald selbst Bücher in der Bücherei ausleihen können.

Erkundung der Stadtbibliothek in Wolfsburg

Projekttag Philosophie – Staunen, fragen, denken, deuten – philosophieren Lesemotivation fördern


Philosophie – Projekttag in der Grundschule Parsau mit den Referendaren des Philosophieseminars aus Hannover

Kinder stellen Fragen – Können Tiere weinen, fühlen Pflanzen Schmerzen, warum wird die Natur zerstört? – Fragen, die schon einen philosophischen Charakter haben. Diese Phase sollte man aufgreifen und in der Grundschule bewusst weiterführen, denn das Nachdenken über Fragen des Lebens ist ungemein spannend und wichtig.

Versehen mit den Buttons „Rattenscharfes Denken“ ging es an unserem Projekttag Philosophie unter diesem Motto um das Staunen, Fragen, Nachdenken und Zweifeln. So kann man sich täuschen – damit begann es, dargestellt mit Hilfe von Bildern mit optischen Täuschungen. Fazit: Es ist nicht alles so wie es scheint.
In Kleingruppen stellten die Schüler der dritten Klassen Überlegungen zum Thema „Zeit“ an. Nach einem Gedankenexperiment sollten die Schüler einen bestimmten Zeitraum einschätzen, nämlich die Zeitdauer, in der sie ein Uhrenpuzzle gelegt haben und angeben, wie ihnen die Zeit vorgekommen ist. Was bedeutet „Zeit totschlagen“, „Zeit ist Geld“, „Zeit vergeht wie im Flug“ – was meint das Kaninchen aus „Alice im Wunderland“ wenn es sagt:“ Spät, ich komm zu spät, viel zu spät“?
Die Fantasiereise zu dieser Textstelle brachte weitere Einsichten.
Währenddessen beschäftigten sich die Viertklässler mit dem Thema Identität – Wer, was, wie bin ich und was macht mich aus. Einzigartige Merkmale und die Identität in der Gruppe wurden thematisiert, es wurde sinniert, debattiert - eben philosophiert.
Zum Schluss formulierten alle Schüler eigene Fragen, die auf Karten geschrieben und befestigt an einem Luftballon in die Welt geschickt wurden. Bei herrlichem Sonnenschein konnten zum Abschluss des Projekttages hundert Luftballons aufsteigen.


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