Unser Methodentraining
Die Beherrschung und sichere Anwendung von Arbeitstechniken und
-methoden ist für schulisches und lebenslanges Lernen
unentbehrlich.
Grundlegende Arbeitstechniken, die nicht beherrscht werden,
erschweren und behindern das Lernen in allen Fächern. Arbeitstechniken
und - methoden müssen eingeführt, gelernt und durch regelmäßige
Anwendung geübt und gefestigt werden. Das Methodenlernen ist kein
Selbstzweck, sondern soll Schüler befähigen, mit einer Auswahl von
Arbeitstechniken Fragestellungen und Probleme zu lösen. Es wird immer
im sinnvollen Kontext angewandt.
Wir haben für jeden Jahrgang verbindliche Verfahren festgelegt, die
regelmäßig geübt und im Unterricht angewandt werden, z. B.
- Selbsteinschätzung
- Zeitplanung
- Mind - Map
- Teamwork
- Experimentieren
- Recherchieren
- Präsentieren
- Wochenplanarbeit
Die Schüler arbeiten am Computer, fotografieren, erstellen Plakate,
experimentieren im Schülerlabor der TU Braunschweig, besuchen die
Stadtbibliothek Wolfsburg, erarbeiten ein Hörspiel und nehmen es auf,
legen Diagramme an, werten Tabellen aus, arbeiten mit Karteien und vieles
mehr.
Strukturiertes Arbeiten erleichtert das Lernen, deshalb üben wir
- Das Markieren und Unterstreichen
- Das Kontrollieren und Korrigieren
- Das Ordnen am Arbeitsplatz
- Das Nachschlagen
- Das Arbeiten mit Lineal und Geodreieck
- Tabellen anlegen und zeichnen
- und vieles mehr
Um den Eltern einen kleinen Einblick zu geben, mit welchen Methoden ihre Kinder lernen und wie selbständiges, kooperatives Lernen in größtmöglicher Selbstorganisation kontinuierlich angebahnt und aufgebaut wird, haben wir im März 2010 einen „Tag der offenen Tür“ durchgeführt.
Thema war „Methodeneinsatz im Unterricht“. In den verschiedenen
Klassen wurden möglichst viele unterschiedliche Methoden angewandt und
den Eltern in einem auf die Klasse bezogenen Handout erläutert.
Zum Schluss waren die Eltern gefragt, zwei Methoden anzuwenden, um zu
ihren Eindrücken von diesem Tag Stellung zu nehmen, nämlich das
Feedbackverfahren über einen Fragebogen und die Punktabfrage.
Presseartikel: Elternlob beim "Tag der offenen Tür" in Parsauer Grundschule (PDF - ca. 850 kb)
Arbeit mit dem Lernplaner
Im Rahmen der individuellen Förderung erhalten die Schüler jeweils einen auf sie abgestimmten schriftlich fixierten Plan mit Aufgabenstellungen, die sie in einem bestimmten Zeitrahmen eigenverantwortlich bearbeiten. Nach Auswertung der Lernkontrollen, der Lernstandsfeststellung und der Unterrichtsbeobachtungen sind hier Lernangebote aus verschiedenen Fächern aufgelistet, die möglichst abwechslungsreich gehalten sind: Karteien, Klammerkarten, Karten zum Partnerrechnen, Lesewerkstatt, Aufgaben am Computer, spezielle Arbeitsblätter,...
Vorteile: Das Arbeitsverfahren ermöglicht die individuelle
Förderung. Abwechslungsreiche Lernangebote können nach
individuellem Tempo bearbeitet werden.
Folgende selbständige Arbeitsverfahren sind in die Arbeit mit dem
Lernplaner integriert: Karteiarbeit, Wörterbucharbeit, Umsetzen
von Bauplänen, Kopfrechentraining, Lesestrategien umsetzen,
Werkstättenarbeit, Rollenspiele, Vorlesetheater, Vokabeltraining,
Arbeit mit der Lernbox, Selbsteinschätzungs- und
Organisationsverfahren, Selbstkontrollverfahren, Lernspiele nutzen,
Hörübungen,...
Wir experimentieren
Experimente zum Thema Ernährung waren Thema des Sachunterrichts in Klasse 4 und mit Hilfe des Agnes-Pockels-SchülerInnenlabor der TU Braunschweig konnten wir diese optimal durchführen. Das Labor, das wir mit unseren Schülern regelmäßig besuchen, um hier Versuche unter Anleitung durchzuführen, stellt auch Experimentierkästen zur Verfügung, die man sich ausleihen kann.
Wir haben uns Material zum Nachweis von Fett und Kohlehydraten in
Lebensmitteln zusammenstellen lassen. Mit Begeisterung haben unsere
Schüler die Lebensmittelproben untersucht.
Ziel ist es, die Schüler an die Chemie heranzuführen, dabei sollen
sie das naturwissenschaftliche Vorgehen lernen und üben. Ausgehend
von einer Problemstellung sollen die Schüler einen Lösungsansatz
entwickeln, Experimente zur Lösung durchführen und diese protokollieren.
Mit diesem praktischen Vorgehen sind Schüler für Chemie zu begeistern.
Graffiti - Methode
Die Schüler gehen von Plakat zu Plakat und schreiben auf, was sie jeweils zum Thema schon wissen und was sie noch wissen möchten. Sie lesen die Bemerkungen der anderen Schüler, sprechen darüber, tauschen sich aus und haben vielleicht dadurch schon wieder neue Ideen.
Mit dieser Methode kann man auch den Einstieg in ein neues Thema finden. Die Schüler lernen, sich von den Gedanken und Ideen anderer Kinder inspirieren zu lassen.
Zeitmanagement
Die Schüler werden angehalten, die vorgegebene Zeit einzuhalten. Das Zeitgefühl und das Arbeitstempo wird trainiert. Im 5-Minuten-Takt werden die farbigen Teile der Uhr entfernt. Bei Gruppenarbeiten übernimmt ein "Zeitwächter" diese Funktion.
Doppelkreis
Hier geben sich die Schüler Tipps zum schriftlichen Multiplizieren
weiter. Der Doppelkreis (im Stehen oder Sitzen durchführbar) ist eine
spezielle Form der Partnerübung. Die Schüler stehen sich in
einem Innen- sowie einem Außenkreis gegenüber. Die Partner
erhalten einen Auftrag, zu dem sie sich austauschen sollen, z. B. das
Zusammenfassen eines Themas, die Meinung zu einem Ereignis etc. Bei
dieser Übung hört jeweils ein Partner zu und der andere spricht.
In der zweiten Runde werden dann die Rollen getauscht. Dabei bewegen sich
die Schüler im Innen- und Außenkreis im Uhrzeigersinn um einige
Plätze weiter, so dass immer neue Partnerschaften entstehen.
Vorteile: Zahlreiche Sprechakte können innerhalb der Klasse
gleichzeitig durchgeführt werden. Das aktive Sprechen und aktives
Zuhören wird trainiert. Die Speicherung von Gelerntem im
Gedächtnis wird gefördert.
Höraufgaben
Höraufgaben als Lernangebot in Mathematik/ Sachaufgaben.
Selbstkontrolle
Selbstkontrolle: Ann – Christin kontrolliert ihre Arbeitsergebnisse selbständig.
Kartenmethode
Kartenmethode als Lernangebot in Mathematik: Schüler besprechen und schreiben Tipps auf.