Umweltbildung
Umwelttag zur Einweihung des Duftpfads - Thema: Die Supernasen
Im Schulgarten ist ein „Duftpfad“ entstanden, der aus verschiedenen Beeten besteht, die in Längsform ausgerichtet, einen Pfad ergeben. Integriert ist die Kräuterspirale am Ende des Pfads, die ebenfalls duftende Pflanzen/ Kräuter enthält. Dieser Duftpfad soll die Sinne der Schüler ansprechen und das Riechen, Fühlen und Schmecken in den Vordergrund stellen.
Pflanzen auf dem Duftpfad:
Schokoladenpflanze - Currykraut - Zitronengras - Süßkraut
- Bananenminze - Schokominze - Zitronen-Thymian -
Kümmel-Thymian - Zitroneneukalyptus -
Kölnisch-Wasser-Minze - Erdbeer-Minze - Waldmeister -
Colakraut - Lavendel - Zitronenmelisse - Pfefferminze …
In einem jahrgangsübergreifenden Projekt arbeiteten die 3. und 4. Klassen am Umwelttag 2011 in festen und altersgemischten Gruppen zum Thema „Duftpfad“. Mit Hilfe von Stationen wurden ganz unterschiedliche Fragestellungen zum Thema aus den Fächern Deutsch, Sachunterricht, Kunst und Werken bearbeitet, Wahrnehmungs- und Konzentrationsübungen gelöst und außerdem wurde das Kunstprojekt „Die Supernasen“ in dieses Projekt integriert.
Recherche im Internet
Warum duften/riechen die Blätter?
Unter dem Mikroskop war der Blattquerschnitt eines Thymianblattes zu
erkennen.
Die Drüsenschuppen, die das duftende/riechende Öl ausscheiden,
sollten nun erkannt und auf einem Arbeitsblatt gekennzeichnet werden.
Riechen, Schmecken und Probieren
Pflanzen durch ihren Geruch/Duft zu unterscheiden und sie nach einer Auswahl von Namen zu benennen war Aufgabe der Schüler in den unterschiedlichen jahrgangsgemischten Gruppen. Gekennzeichnete Pflanzen sollten durch Riechen und Fühlen nach ihrem Duft unterschieden werden. Es wurde an Blüten und Blättern gerochen, Blätter mit den Fingern gerieben und dann an der Hand gerochen, die Pflanze geschüttelt,… riecht es nach Zitrone?
Im Kunstprojekt mit Hedda Eickmeyer wurde die Nase jedes Schülers eingegipst. Zuerst cremten die Schüler ihr Gesicht rund um die Nase gründlich ein, dann wurde Gips aufgetragen. Da die Nasenlöcher auch durch Gips verschlossen wurden, waren alle froh, das entstandene Gipsmodell nach kurzer Trocknungszeit abnehmen zu können. Aus den modellierten Nasen-Grundformen wird eine Collage entstehen.
Weitere Aufgaben, die bearbeitet wurden: Wie Riechen funktioniert - „Wir haben die Nase voll“/ Redewendungen – Wie ist das mit dem Stinken – Die laufende Nase/ Szenische Umsetzung - Fantasiereise „Biene Maja in der Welt der Düfte“ – Duftmemory – Riechexperimente – Augen und Nase zu-Test
Der Duftpfad
Fledermaustag mit Experten
Im Mittelpunkt unseres Umwelttages stand dieses Mal die Frage:
Wie können wir dazu beitragen, die Lebensbedingungen der
Fledermäuse zu verbessern?
Unterstützung bekamen wir vom „Naturschutz Bromer
Land“ durch die Experten Wolfdieter Fricke, Wilfried Sievers,
Michael Schnehage und Gerd Blanke.
Auf einer Wandzeitung wurden zunächst einmal Gedanken und Fragen notiert -> Was fällt mir zu Fledermäusen ein – Welche Fragen habe ich?
Nach einem einführenden Vortrag von W. Sievers zum Thema schloss
sich ein Gang über den Schulhof an mit der Fragestellung
„Wo fühlen sich die Fledermäuse bei uns wohl? Wo
können wir Platz für sie schaffen?“
Dann ging es an die Arbeit. Während in der einen Gruppe unter
Anleitung von G. Blanke Fledermauskästen gebaut wurden,
gestaltete eine andere Gruppe von Schülern ein Fledermausbeet.
Zunächst waren einige Vorarbeiten nötig, bis dann die
passenden Pflanzen gesetzt werden konnten.
Die Leibspeise mancher Fledermausarten sind Nachtfalter und Insekten, die an Blumen und Sträuchern jagen, die nachts blühen - denn Fledermäuse sind nachtaktiv. Doch oft finden sie nicht mehr ausreichend Insekten und haben Schwierigkeiten, satt zu werden. So machten wir uns mit Schaufel und Spaten an die Arbeit und legten ein Fledermausbeet an. Geeignete Pflanzen haben besondere Eigenschaften, die nachts Insekten anlocken, wie z. B.: die Königs– und Nachtkerze, Seifenkraut, Lichtnelke, Lavendel, Flox und die Wildrose.
Die Internetrecherche zu den verschiedenen Fledermausarten war ein Baustein dieses Umwelttages, wie auch das Quiz von M. Schnehage, der mit kniffligen Fragen zum Thema „Fledermaus“ auch meistens die richtige Antwort bekam, denn an diesem Tag haben die Schüler viel über die Fledermäuse gelernt. Bei jeder richtig gelösten Frage gab es dann auch ein Buch zu Umweltthemen.
Zum Abschluss stellte W. Fricke den Schülern einen Detektor vor, mit dem man Fledermäuse in einem größeren Umkreis orten kann. Mit einem Abschlussfoto aller Beteiligten und dem Aufhängen eines Fledermauskastens ging ein interessanter Tag zu Ende.
Auszeichnung zur Umweltschule
Am 09.09.2010 erhielten 40 Schulen im Landesschulbezirk Braunschweig
in diesem Jahr den Titel „Umweltschule in Europa/Internationale
Agenda 21-Schule“.
Auch unsere Schule war dabei. Auf Gut Herbigshagen, einer Heinz Sielmann
– Stiftung in Duderstadt, wurde uns die Auszeichnungsurkunde und
die Flagge im Rahmen einer Auszeichnungsfeier übergeben.
In den vergangenen zwei Jahren haben wir im Bereich Umwelt-/Nachhaltigkeitsbildung
an den Themen „Mülltrennung“ und „Nistangebote für
Insekten“ gearbeitet. Im Rahmen von Umwelttagen haben die Schüler in
der Umgebung der Schule Müll gesammelt, sortiert und den entsprechenden
Behältern zugeordnet. Mit dem Bau eines Insektenhotels und kleinen
Nistangeboten für Insekten, die die Schüler an Projekttagen erstellten,
konnte ein Beitrag dazu geleistet werden, die solitär lebenden Insekten zu
schützen, die unter einem unzureichend gewordenen Nistplatz- und Nahrungsangebot
leiden.
Mit der Teilnahme an der „Aktion Klima“, gefördert vom
Bundesumweltministerium, um den Klimaschutz an Schulen voranzubringen, vereinbarten
wir Energiesparmaßnahmen, die von unseren Klassendiensten umgesetzt und
kontrolliert werden. Damit wurden wir im „Klimaschutzschulenatlas“
aufgenommen.
In einer Feierstunde mit allen Beteiligten und den Eltern gratulierten auch der
Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel und der Bürgermeister der
Gemeinde Parsau, Helmut Werthmann und übergaben der Schule eine Spende für
Umweltprojekte.
Das Hissen der „Umweltflagge“ war der Lohn für die intensive Arbeit
an unserem Projekt.
Leseständer auf dem Schulgelände informieren Interessierte über die verschiedenen Umweltangebote auf dem Schulgelände. Dazu gehören unsere Nistangebote, das Insektenhotel, aber auch unser Schulgarten, die Kräuterspirale, die angelegte Heidelandschaft, der Ginkgobaum, die Hagebuttenhecke und vieles mehr.
Umweltschule in Europa - Wir nehmen teil!
"Umweltschule in Europa" ist ein internationales Programm, das
es Kindern ermöglichen soll, an der aktiven Umweltgestaltung
mitzuwirken.
Die Grundschule Parsau nimmt mit den Themen "Nisthilfen für Insekten"
und "Mülltrennung – Müllreduzierung" an der Ausschreibung teil.
Im Verlauf des Projektzeitraumes von zwei Jahren soll in der
Schule ein Konzept für mehr Umweltverträglichkeit umgesetzt werden,
das dokumentiert wird. Mit der Dokumentation kann sich die Schule
um die Auszeichnung bewerben. Ein Gutachterteam stellt fest, ob
die gesetzten Ziele erreicht und die Kriterien erfüllt wurden.
Dann erhält die Schule eine Flagge und eine Urkunde und ist
berechtigt, den Titel "Umweltschule in Europa" zu führen.
Dieser Titel ist bezogen auf den Teilnahmezeitraum und muss,
mit neuen Zielen, stetig neu erworben werden.
Wir haben inzwischen dauerhafte Bausteine im Schulprogramm verankert.
Schwerpunkt unseres Schulprogramms ist "Umweltbildung – Lebensraum Schule":
Umweltthemen sind zusätzlich, speziell bezogen auf die Gegebenheiten vor
Ort, in die Pläne der einzelnen Fächer integriert worden.
Unsere Schüler haben Umweltmappen, in denen sie mit Hilfe von Büchern,
Infomaterial, Umweltkarteien, Erkundungen im Internet und auf dem
Schulgelände nach einem Arbeitsplan selbständig Umweltthemen
bearbeiten und darstellen. Am Ende des Schuljahres werden die
gelungensten Mappen prämiert.
Unser Engagement ist auch zu finden unter: www.klimaschutzschulenatlas.de
(Auf der sich öffnenden Seite bei der Schulsuche rechts den
Suchbegriff "Grundschule Parsau" eingeben, dann gelangen
Sie zu unserem Beitrag).
Am 24. April 2009 fand unser erster "Umwelttag" statt.
Die Jahrgänge 1 und 2 sammelten Müll, sortieren und wogen ihn.
Der Jahrgang 3 besichtigten das Klärwerk in Brackstedt.
Der Jahrgang 4 machte unter Führung von Herrn Sievertsen,
Umweltbeauftragter in der SG Brome, eine Erkundungstour in das
Naturschutzgebiet "Drömling".
Wir nehmen an der "Aktion Klima" teil!
"Aktion Klima" ist ein vom Bundesumweltministerium
gefördertes und vom BildungsCent e.V. unterstütztes
Programm, das den Klimaschutz an Schulen fördern will.
Die Sensibilisierung für Umwelt- und Klimaschutz soll in
den Schulen umgesetzt werden.
Durch die Teilnahme an der "Aktion Klima" haben wir eine
Klimakiste erhalten, die speziell für Grundschulen anschauliche
Messgeräte und Experimentierkästen zur Ermittlung des CO2–Verbrauchs
enthält.
Unsere Klimaschutzaktionen:
- Verwendung von Steckerleisten mit Schaltern
- Schülergruppen (Umweltwarte) kontrollieren das Ausschalten
der Beleuchtung und der Geräte, das Stoßlüften und andere
Aktionen
- Wir wollen ein optimales Heiz- und Lüftverhalten fördern:
Temperaturmessungen, Bewertungen, Richtwerte für Raumtemperaturen
beachten, Messprotokolle
- Wassersparmaßnahmen erarbeiten und umsetzen
Schule als Lebensraum
Parsau liegt am Westrand des Naturschutzgebiets "Drömling",
eines Moorgebietes, das 2002 zum Naturschutzprojekt erklärt wurde.
Ziel ist es, den Wasserstand langsam wieder zu heben, um die Sümpfe,
Feuchtwiesen, Bruch- und Auenwälder zu erhalten bzw. wiederherzustellen.
Das Leben im Moor hängt davon ab, dass es genügend Wasser gibt.
Fischotter, Biber, Kraniche, Störche, Graureiher leben hier und viele
andere Tier- und Pflanzenarten, die bedroht sind und nur noch selten
vorkommen.
Die Schüler erfahren und erleben hier den Reichtum dieses
Naturschutzgebietes.
Schülergruppen untersuchen mit Unterwasserlupen das Wasser in den
Gräben und bestimmen Pflanzenarten. Experten vom Naturschutzbund bzw.
Vereins "Aktion Drömling Schutz" erkunden mit den Schülern das
"Kleine Giebelmoor" in der Nähe von Kaiserwinkel, dem Nachbarort.
Das Thema "Lebensraum Moor" im Fach Sachunterricht vertieft die Kenntnisse
und Erfahrungen zu diesem Thema.
Mit einer "Arbeitsgemeinschaft Garten" nutzen wir den Schulgarten, um Pflanzen zu ziehen und zu bestimmen. Die Schüler lernen die Gartenpraxis kennen und erleben die Natur mit allen Sinnen. Inzwischen ist eine Kräuterspirale entstanden, die den Schülern deutlich machen kann, dass für Pflanzen unterschiedliche Standortbedingungen zu beachten sind. Geplant ist der Bau eines Hochbeets.
Der Schulteich dient der Beobachtung der Wasserpflanzen und der Entwicklung der Teichbewohner. Zur Sachkundeeinheit "Leben am Teich" werden praktische Versuche und Experimente durchgeführt.
Wir gestalten das Schulgelände als Lebensraum für Vögel und bieten Insekten auf mehreren Etagen Nistmöglichkeiten mit unserem Insektenhotel, um bedrohte Wildbienen und andere Solitärinsekten zu schützen. Wir schaffen vogelfreundliche Angebote mit speziellen Nistkästen, Gehölzen, unterschiedlichen Pflanzenarten mit hohem Fruchtstand sowie Reisig und Laub in den Ecken als Unterschlupf für Kleinstlebewesen.
Die Schüler lernen neben verschiedenartigen Nistkästen auch andere künstliche und natürliche Möglichkeiten kennen, Vögeln Schutz und Unterkunft zu bieten.
Unser Insektenhotel
Unser Insektenhotel wird genutzt, um gezielt und regelmäßig Beobachtungen durchzuführen, aber auch, um bedrohte Insektenarten wie die Wildbiene zu schützen und darüber zu informieren.
Unterschiedliches Füllmaterial in den einzelnen Gefachen, wie Ast- und Stammscheiben, Gitterziegel mit Hohlräumen, Schilfrohr und Lehmfüllungen tragen dazu bei, den ganz speziellen Ansprüchen der Solitärinsekten gerecht zu werden.
Panik und Angst vor Bienen und Wespen wird abgebaut, denn diese Solitärinsekten können mit ihrem Stachel menschliche Haut nicht durchdringen. Mensch und Insekt - das soll kein gespanntes Verhältnis mehr sein. Die Schüler finden Gelegenheit zu Langzeitbeobachtungen, legen Steckbriefe für unterschiedliche Arten von Insekten an und werden vielleicht angeregt, auch zu Hause kleine Nisthilfen anzulegen.
Die Kräuterspirale - verschiedene Standorte auf kleinstem Raum
Der Schulgarten ist um ein Angebot reicher - eine Kräuterspirale ist entstanden.
Nachdem der optimale Standort festgelegt war, das Baumaterial zusammengetragen und der Grundriss markiert war, ging der Hausmeister der Grundschule Parsau, Rüdiger Irmscher, mit Unterstützung von B. Mindermann an die Arbeit.
Nachdem eine Drainageschicht angelegt war, wurde Bauschutt kegelförmig im Inneren der Spirale ausgekippt und gut verdichtet. Spiralförmig musste nun die Trockenmauer aufgeschichtet werden. Am Fuß der Spirale wurde ein kleiner Teich angelegt und schließlich konnte die Kräuterspirale, in Zonen abgeteilt, unterschiedlich befüllt werden. Ein festgelegtes Mischschema zur Befüllung der Kräuterspirale, bestehend aus Sand, Erde, Kompost und Gartenerde, musste eingehalten werden.
Die Anbaufläche auf der Kräuterspirale lässt sich in Zonen aufteilen, denn das Besondere ist die Kombination ganz unterschiedlicher Standorte auf kleinstem Raum. In der oberen, trockenen Zone mit sandigem Boden, wo das Regenwasser schnell abfließt, wachsen Mittelmeerpflanzen wie Thymian, Lavendel und Salbei. Heimische Pflanzen wie Schnittlauch, Dill u. a. wachsen in der mittleren Zone auf einem Boden mit Kompostanteil. In der unteren, feuchten Zone mit komposthaltigem Gartenboden findet man Pflanzen wie Zitronenmelisse, Pfefferminze und Waldmeister. In der Wasserzone am Fuß der Kräuterspirale kann die Brunnenkresse wachsen.
Die Kombination dieser unterschiedlichen Standorte auf kleinstem Raum in Form dieser Kräuterspirale ist die geniale Idee des Australiers Bill Mollison, der 1981 für sein Konzept der Permakultur den Alternativen Nobelpreis bekam.
Mit der Form, Art und Funktion der Kräuterspirale lernen die Schüler auf praktische Art Wesentliches über die Entwicklung und die Standortbedingungen von Pflanzen. Insekten, Würmer, Molche u. a. werden sich einfinden und ein Biotop entstehen lassen, dass Schüler durch Langzeitbeobachtungen erkunden werden.
Nisthilfen für Fledermäuse
sind Fledermaushöhlen, die an lichten Stellen ganz oben im Baum auf dem Schulgelände angebracht sind.
In Parsau sind noch Fledermäuse zu finden, die Nistmöglichkeiten werden aber immer mehr eingeschränkt.
Die Schüler lernen, dass man Angebote dieser Art schaffen kann. Außerdem erfahren sie, dass Fledermäuse sich ausschließlich von Insekten ernähren, die nur nachts fliegen. Daher sind sie keine Konkurrenz für die Vögel.
Zum Überwintern verlassen sie die Fledermaushöhlen und suchen ihre frostfreien Winterquartiere auf, um Winterschlaf zu halten.
Wir schaffen vogelfreundliche Angebote mit speziellen Nistkästen, Gehölzen, unterschiedlichen Pflanzenarten mit hohem Fruchtstand sowie Reisig und Laub in den Ecken als Unterschlupf für Kleinstlebewesen.
Die Schüler lernen neben verschiedenartigen Nistkästen auch andere künstliche und natürliche Möglichkeiten kennen, Vögeln Schutz und Unterkunft zu bieten.