Unsere Projekte und Aktionen
Projekt "Alte Handwerke"
"Alte Handwerke" war für ein paar Tage das Thema der Projektwoche.
Weben, drucken, Papier herstellen, töpfern – die Schüler
der Grundschule Parsau lernten alte Handwerke kennen und arbeiteten
mehrere Tage in klassenübergreifenden Projekten.
Alte Handwerkstechniken ausprobieren, spezielle Techniken als Kulturgut
kennen lernen, dieses Wissen erhalten und sich bei Experten informieren
war Thema der Projektwoche und konnte in den Arbeitsgruppen und am
"Markttag" umgesetzt werden.
Vieles, was früher noch alltäglich war, ist oft schon in Vergessenheit geraten und die Schüler können sich kaum vorstellen, wie man früher lebte. Alte Handwerkstechniken und Eindrücke vom Leben vor 100 Jahren konnten die Kinder nun durch handwerkliche Arbeiten und Vorführungen selbst erfahren. Sie stellten Lederbeutel her, backten Brot und Kekse im Backhaus in Croya, übten alte Volkslieder ein, lernten unterschiedliche Druckverfahren kennen, töpferten Schalen und Krüge und marmorierten Papier. Die Ergebnisse dieser Arbeiten und Informationen zu den Arbeitsverfahren konnten nun am "Markttag" in der Schule eingesehen werden. Ausstellung, Aufführungen, Verkauf, Marktstände und Verköstigung durch den Förderverein der Schule sowie ein kleiner Flohmarkt konnten von zahlreichen Besuchern genutzt werden.
Experten für alte Handwerkstechniken aus der Samtgemeinde Brome ergänzten das Projekt, führten alte Handwerkstechniken vor und luden zum Mitmachen ein. Unter Anleitung der Landfrauen aus Parsau konnten die Kinder Wäsche mit Waschbrett und Kernseife waschen und das Tragen der Wassereimer mit dem Schulterjoch ausprobieren. Quark- und Milchspeisen, Kartoffeln mit Quark, Informationen zum Thema Milch und eine Holzkuh, die zur Freude der Kinder gemolken werden konnte, ergänzte das Angebot. Gudrun Sebastian von der Spinnstube Brome führte das Kämmen der Wolle vor, zeigte das Spinnen von Wolle und Flachs und ermunterte alle zum Ausprobieren.
Der Imker Otto Kisser aus Tülau informierte über das Imkerhandwerk und stellte eine große Palette von Produkten aus Honig aus. Das Bogenschießen konnte unter fachmännischer Anleitung der Bogenschützen aus Parsau ausprobiert werden, Hermann Müller stellte seine Modelle von heimischen Tieren der Umgebung aus und informierte über deren Lebensweise und Vorkommen hier bei uns. S. Streckel von der Volkstanzgruppe „De Beekendänzers“ aus Tülau übte mit den Schülern der vierten Klassen in kurzer Zeit zwei Volkstänze ein, die unter dem Beifall der Zuschauer schon fast perfekt vorgeführt werden konnten.
Es gelang die Vermittlung und Weitergabe von Kulturtechniken und ein Markttag, der neben vielen Informationen, interessanten Ausstellungen und Aufführungen Platz ließ zum Nachfragen, Kosten und Probieren.
Afrikas Kunst und Kultur auf der Spur
Trommeln bauen und Afrika in Kunst, Kultur, Natur, Wohnen und Leben zu erfahren war Thema des Projektunterrichtes in den vierten Klassen der Grundschule Parsau. Die Schüler beschäftigten sich mit dem Leben der Menschen in Afrika, erlernten die Technik des Trommelbaus, kochten afrikanische Gerichte und stellten afrikanische Masken her.
In der ersten Phase des Projektunterrichts im März 2008 gestalteten die Schüler der Klassen 4a und 4b unter Anleitung der Künstlerin Hedda Eickmeyer aus schlichten, einfachen Holzstühlen Zebras, Schlangen, Giraffen Tiger und Geparden. Die Kinder erfuhren, dass Filzwolle, Seife, Wasser und Handtücher reichen, um aus Wolle ein festes Stück Filz in verschiedenen Farben, Formen und Mustern herzustellen. Schwanz und Ohren aus Filz wurden nun befestigt und der Stuhl verwandelte sich erkennbar in ein Tier aus den Weiten Afrikas.
Nun wurde die zweite Phase des Projektunterrichts eingeleitet:
Der Bau von Trommeln und das anschauliche Erleben von Afrikas Kultur
und Kunst.
So vielfältig die Völker Afrikas sind, so unterschiedlich sind
auch ihre Trommeln und die Art und Weise, wie sie gespielt werden.
Es gibt kein Fest ohne die landestypische Trommel und den dazugehörigen
Rhythmus. Die Klassenlehrerinnen Sandra Erbert und Claudia Geißler
wagten sich mit Unterstützung von Hedda Eickmeyer und den Mitarbeitern
der Schule an eine einfache Form der Trommel, wobei engagierte Eltern
die Rohform aus Holz vorbereiteten. Versehen mit Elefantenhaut als
Trommelfell und bunten Bändern und Kordeln können die Trommelstunden
nun losgehen. Im Sommer wollen die Schüler ihre Trommelzauber-Künste
vorführen, ihre Arbeitsergebnisse zum Thema Afrika ausstellen und zeigen,
dass eine fremde Kultur mit Freude und Begeisterung vermittelt werden
kann – ein nicht zu unterschätzendes Element, um Fremdenfeindlichkeit
schon früh die Wurzeln zu nehmen.
Zur afrikanischen Kunst und Kultur gehören aber auch die Masken,
die von den Schülern hergestellt und künstlerisch gestaltet wurden.
Auch das Kochen und Backen afrikanischer Gerichte gelang erstaunlich
gut und es gab nicht nur Fladenbrot und Bananenkuchen, auch die
Erdnusssuppe mit Reis und viele andere Gerichte konnten probiert werden.
Anhand von Bücherkisten aus der Stadtbibliothek informierten sich die
Schüler über den Kontinent Afrika und stellten fest, dass die
vorherrschende Armut gerade vor den Kindern nicht Halt macht. Aber
Afrika ist nicht nur Armut und Bürgerkrieg, es ist auch ein Kontinent
mit einer beeindruckenden Natur und Kultur.
Eine fremde Kultur anschaulich und lebendig werden zu lassen – das
ist mit diesen Aktionen gelungen.
Zum Abschluss des Langzeitprojekts Afrika in den Klassen 4a und 4b fand nun ein Trommelworkshop statt. Comlan Edoh aus Togo konnte von den Schülern nicht nur direkt zum Leben in Afrika befragt werden, er machte den Schülern auch die in der afrikanischen Kultur gewachsene Stellung der Trommelmusik deutlich. Verschiedene Trommeln und bestimmte Rhythmen gehören häufig zusammen und werden zu besonderen Anlässen eingesetzt. So vielfältig die Völker Afrikas sind, so unterschiedlich sind die Trommeln und die Art und Weise, wie sie gespielt werden.
Dann ging es an die Arbeit: Mit einfachen Rhythmen versuchte C. Edoh die Schüler einzustimmen und ein gleichmäßiges Schlagen zu erreichen. Die Kinder erlernten einfache Handschlagtechniken und mit drei oder vier Schlägen konnte ein eindringlicher, eindrucksvoll klingender Rhythmus erreicht werden. Mit Begeisterung arbeiteten die Schüler mit und zum Schulfest "Kaffee und Kunst" konnten die Schüler gemeinsam mit C. Edoh ganz unterschiedliche Trommelrhythmen vorstellen, die die Zuschauer begeisterten.
Der bundesweite Vorlesetag
Den bundesweiten Vorlesetag nutzen wir regelmäßig, um die Schüler für Bücher und das Lesen zu begeistern. Wir laden Prominente und an Schule Interessierte ein, die an diesem Tag den Kindern etwas vorlesen, wie z. B. den ehemaligen Spieler und jetzigen Fanbetreuer Holger Ballwanz, der Fußballgeschichten vorlas oder B. Upadek vom Theater Wolfsburg, der Geschichten von Michel aus Lönneberga vortrug.
Kreativität, versteckte Talente und Gemeinschaftsgefühl
Wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sind die Projekte und Aktionen,
die außerschulische Lernorte einschließen, Experten, die
in die Schule kommen, die ganzheitliches Lernen fördern und immer
wieder neu motivieren.
- Für unsere Kunstprojekte laden wir Künstler aus der
Umgebung ein, die mit den Schülern arbeiten. So wurden aus
einfachen, ausgetretenen Schuhen Kunstobjekte und aus Stühlen
Tiere aus Afrika.
- Unser Projekt "Gartenzauber" mündete in einem Gartenfest mit
großem Basar, auf dem alle hergestellten Produkte verkauft wurden.
Zuvor wurde gemeinsam mit Eltern geplant, gebaut, gewerkelt und
schließlich Verkaufsstrategien entwickelt.
- Zum Projekt "Wir essen gemeinsam Mittag" gehört nicht nur
das gemeinsame Kochen, sondern auch der schön gedeckte Tisch,
sich schick anziehen, Tischmanieren kennen.
- Auch die Theaterprojekte oder das Einstudieren der Musicals in
Englisch fördern den Zusammenhalt, die Kreativität und
versteckte Talente. Wir fahren ins Theater nach Wolfsburg, erleben
eine Opernvorführung in der Pausenhalle, studieren selbst Musicals
oder Vorführungen ein.
- Schulfeste stärken unser Gemeinschaftsgefühl und geben
uns immer wieder Gelegenheit, die kreativen und spielerischen Elemente
und Talente zu finden und einzubringen. Kinderolympiaden, der Gartenbasar,
Abschlussfeste bei Projekten, Fußballturniere und vieles mehr
werden mit intensiver Unterstützung der Eltern intensiv gefeiert.
- Experten aus dem Umfeld bereichern unser Schulleben und zeigen uns
Facetten und Fakten aus Sicht des Fachmanns. Der Vorsitzende des
Imkervereins zeigt den Schülern, wie Wildbienen leben und welche
Bedeutung sie haben. Der Bauer aus Parsau informiert die Schüler
über Tiere, die hier in Parsau und Umgebung ihren Lebensraum haben.
Auf Bauernhöfen in der Umgebung können sich die Schüler das
Landleben ansehen. Die "Landfrauen" kochen mit den Kindern, Frau Jensch vom
DRK bietet Erste-Hilfe-Kurse an.